Ärzte Zeitung, 07.05.2010

Muttertag zwischen Tradition und Kommerz

Der zweite Sonntag im Mai ist für die Mutter reserviert. Seit 1923 gibt es den Ehrentag auch in Deutschland.

HAMBURG (dpa). In vielen Ländern ist der zweite Sonntag im Mai den Müttern gewidmet. Bereits im 13. Jahrhundert soll in Großbritannien der "Mothering Sunday" begangen worden sein. Gläubige dankten damals neben der "Mutter Kirche" auch ihren leiblichen Müttern.

Die Tradition des heutigen Muttertag-Brauchs geht auf eine Initiative der US-Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Sie wollte ihre 1905 gestorbene Mutter ehren und zugleich auf die Probleme vieler Frauen aufmerksam machen. Sie setzte sich deshalb später für einen Festtag für alle Mütter ein. Floristik-Organisationen brachten den Muttertag nach Europa. In Deutschland wurde die Idee 1923 aufgegriffen - dabei hatte der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber eine wichtige Rolle.

Mütter spielen eine wichtige Rolle im Leben ihrer Kinder. Sie sagen Sachen wie: Setz eine Mütze auf, es ist kalt! Oder: Mach mal das Zimmer sauber! 20 oder 30 Jahre später sorgen sie sich häufig immer noch um ihre Kinder. Das ist bei Müttern prominenter Kinder nicht anders: So ist Katherine Jackson, die Mutter von Michael Jackson und Grande Dame der Jackson-Dynastie, nach dem Tod ihres Sohnes die Ziehmutter für dessen Kinder.

Auch eine andere berühmte Mutter sorgt sich um ihre Enkel: Königin Elizabeth II. ist mit 84 Jahren noch Queen, ihre eigene Mutter starb 2002 im Alter von 101 Jahren. Noch hält die Königin an ihrem Thron fest. Ob ihr ältester Sohn, Prinz Charles (61), oder ihr Enkel William (27) König wird, ist völlig offen. Abdanken und den Thron an die Söhne übergeben, daran denken auch die Königinnen der Niederlande und Dänemark nicht. Die niederländische Königin Beatrix ist inzwischen 72, ihr ältester Sohn, Prinz Willem-Alexander 43. Auch die dänische Königin Magarethe II. denkt mit 70 Jahren nicht daran, den Thron an ihren 41-jährigen Sohn Frederik abzugeben.

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