Ärzte Zeitung online, 21.04.2010

Keine Welle von Einsprüchen gegen Google Street View

BERLIN/HAMBURG (dpa). Der Internetkonzern Google hat bislang weniger als 10 000 Widersprüche gegen seinen umstrittenen Dienst "Street View" in Deutschland erhalten. "Momentan kann ich Ihnen nur von einer vierstelligen Zahl von Widersprüchen berichten", sagte Google-Sprecherin Lena Wagner dem Blog "Carta".

Google erhalte aber "selbstverständlich auch weiterhin Widersprüche", so dass die Zahl in der nächsten Zeit weiter steigen könne. In Deutschland gibt es knapp 40 Millionen Privathaushalte.

Google nimmt für "Street View" aus Kamera-Autos Panorama-Bilder auf, um sie im Zusammenspiel mit seinem Kartendienst "Google Maps" online zu zeigen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hatte "Street View" als "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" kritisiert. Auf der Website des Ministeriums steht ein Formular bereit, mit dem Mieter und Hauseigentümer gegen die Aufnahmen von Google protestieren können.

Google argumentiert, die Rahmenbedingungen für die "Street View"-Aufnahmen seien mit den Datenschützern in Deutschland abgesprochen. So würden beispielsweise Gesichter und Auto-Kennzeichen automatisch unkenntlich gemacht.

Topics
Schlagworte
Panorama (33393)
Recht (13038)
Organisationen
Google (430)
Personen
Ilse Aigner (231)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »