Ärzte Zeitung online, 21.04.2010

US-Soldaten erhalten Ehrenkreuz für Rettungsaktion

BERLIN (dpa). Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat erstmals das höchste Ehrenkreuz der Bundeswehr für eine Teamleistung an ausländische Soldaten verliehen. 14 US-Sanitäter bekamen die Auszeichnung am Mittwoch für die Bergung von toten und verletzten deutschen Soldaten in Nordafghanistan.

Der Kommandeur der internationalen Schutztruppe ISAF, General Stanley McChrystal, nahm den Orden für eine besonders herausragende Leistung unter Einsatz von Leib und Leben stellvertretend entgegen. Der einzige noch höhere Orden der Bundeswehr ist das Ehrenkreuz als Tapferkeitsorden, der aber nur für Einzelleistungen verliehen wird.

Die Soldaten waren mit ihren Sanitätshubschraubern vom Typ "Black Hawk" sowohl bei den tödlichen Gefechten bei Kundus am Karfreitag, als auch bei den Kämpfen in der Provinz Baghlan in der vergangenen Woche im Einsatz. Insgesamt wurden dabei sieben deutsche Soldaten getötet und 13 verletzt. Bei der Rettungsaktion in Kundus waren die US-Helikopter massiv von den radikal-islamischen Taliban beschossen worden.

Guttenberg hatte den US-Soldaten bereits bei seinem Besuch in Kundus in der vergangenen Woche persönlich für ihre Leistungen gedankt. Ihr Einsatz habe deutlich gemacht, was der Begriff Bündnis bedeute, nämlich "dass wir uns gegenseitig helfen".

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