Ärzte Zeitung online, 27.04.2010

Forscher fordern persönliche CO2-Grenze

POTSDAM (dpa). Deutsche Forscher fordern eine neue Strategie für den weltweiten Klimaschutz. Die derzeitigen Selbstverpflichtungen der Länder zur Verminderung der Treibhausgase reichten nicht, schreibt das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Die Autoren des am Dienstag vorgestellten PIK-Reports fordern einen definierten Pro-Kopf-Ausstoß für alle Menschen weltweit. So solle jeder Mensch im Schnitt nur eine bestimmt Höchstmenge an Treibhausgasen verursachen dürfen. Produziere ein Land darüber hinaus Kohlendioxid (CO2), müsste es an einer Art Börse die Erlaubnis dafür kaufen.

Nur so könne das weltweite Zwei-Grad-Ziel der Kopenhagen-Vereinbarung noch erreicht werden, schreiben die Experten des PIK. Eine Erderwärmung um zwei Grad wird als gerade noch verkraftbar angesehen. Die Selbstverpflichtung der Länder im Rahmen des Kopenhagen-Papiers würden hingegen zu einer Erwärmung um mehr drei Grad in diesem Jahrhundert führen, erklärte PIK-Direktor Professor Hans Joachim Schellnhuber.

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