Ärzte Zeitung online, 07.05.2010

Island-Vulkan wieder "explosiver aktiv"

REYKJAVIK/LONDON/DUBLIN (dpa). Der Gletschervulkan in Island ist beim Ausspucken von Asche wieder "explosiver aktiv". Das teilte das Meteorologische Institut in Reykjavik in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Analyse der Eruption mit. Nach einer Prognose des Meteorologischen Institutes in London bewegt sich die Aschewolke vom südlichen Island auf die Westküste Irlands und das nordwestliche Schottland zu.

In der Nacht zum Freitag hatte die irische Luftfahrtbehörde IAA die Schließung der Flugplätze Donegal, Sligo, Knock, Galway und Kerry angeordnet. Am Morgen wurde die Sperrung wieder aufgehoben. In den kommenden Tagen müssten Passagiere aber immer wieder mit Störungen rechnen, erklärte die IAA.

In Reykjavik hieß es, dass wieder mehr Schmelzwasser von der östlichen Seite des Gletschers Eyjafjallajökull in den Krater einläuft. Deshalb komme es im Inneren erneut zu Explosionen bei der Vermischung mit Magma. Die dabei erzeugte Wolke aus Rauch und Asche habe eine Höhe zwischen vier und neun Kilometern erreicht.

Anzeichen für ein bevorstehendes Ende des Ausbruchs gebe es keine, erklärten die isländischen Vulkanologen. Vulkanologen hatten Mitte der Woche erklärt, dass die Kraft des Ausbruchs nachgelassen und die chemische Zusammensetzung der Vulkanasche weit weniger gefährlich für die Luftfahrt sei als vor zwei Wochen. Auch trage der Wind sie bei weitem nicht mehr so weit.

Topics
Schlagworte
Panorama (33257)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »