Ärzte Zeitung online, 12.05.2010

Russe lebt seit 66 Jahren mit Kugel im Kopf

MOSKAU (dpa). Der russische Kriegsveteran Iwan Nikulin lebt seit 66 Jahren mit einer Kugel im Kopf - mit einer "faschistischen" Kugel, wie der 86-Jährige sagt. 1944 habe ein deutscher General in Warschau auf ihn geschossen, sagte Nikulin der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" vom Dienstag. Ärzte hielten eine Operation für zu gefährlich.

"Der Krieg wird immer in meinem Kopf bleiben", sagt der ehemalige Rotarmist, der aus dem sibirischen Tschita stammt. Weil die Kugel auf Nerven drücke, habe er das Gefühl in einem Arm und einem Bein verloren. Doch die Verletzung sei lange nicht als Behinderung anerkannt worden. "Sie sagten zu mir: "Ein Mann mit einer solchen Verletzung wäre lange tot.""

Topics
Schlagworte
Panorama (33040)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

Infektionen in Kliniken und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. mehr »

Elektrostimulation macht Gelähmten Beine

Querschnittgelähmte können mit Krücken wieder gehen – dank einer individuell angepassten epiduralen Stimulation. Allerdings ist die Therapie nicht für jeden geeignet. mehr »