Ärzte Zeitung online, 14.05.2010

Verletzte bei Unruhen im Süden Kirgistans

BISCHKEK/MOSKAU (dpa). Bei neuen Unruhen im Süden Kirgistans sind mindestens 24 Menschen verletzt worden. In der Stadt Dschalal-Abad hätten Anhänger des vor fünf Wochen gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew auf Unterstützer der Übergangsregierung geschossen. Das meldete die Agentur Akipress am Freitag.

Die neue Führung in der Hauptstadt Bischkek schickte den Angaben zufolge Spezialeinheiten der Polizei nach Dschalal-Abad. Dort sei zunächst der Versuch gescheitert, ein von Bakijews Leuten besetztes Regierungsgebäude zu räumen, hieß es.

Zuvor hatte die Übergangsregierung wieder die Kontrolle über den Gouverneurssitz in der Großstadt Osch übernommen, der am Vortag von Anhängern Bakijews besetzt worden war. Beobachter bezeichneten die Lage als instabil und unübersichtlich.

Der amtierende Verteidigungsminister Ismail Issakow traf sich als Sondergesandter der Übergangsregierung in Osch mit Führern sozialer und politischer Gruppen. Der islamisch-konservative Süden der einstigen Sowjetrepublik gilt als Hochburg Bakijews, der nach einem blutigen Volksauftand im April nach Weißrussland geflüchtet war.

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