Ärzte Zeitung online, 18.05.2010

SPD und Grüne für Verbot von Gift in Spielzeug

BERLIN (dpa). SPD und Grüne im Bundestag machen sich für ein Verbot von bestimmten giftigen Stoffen in Kinderspielzeug stark. "Es ist ein wahrer Giftcocktail, der sich vor allem in importierten Spielzeugen aus Nicht-EU-Ländern mit niedrigeren Umwelt- und Sicherheitsstandards findet", erklärte die SPD-Fraktion am Montag nach einer Anhörung zur Spielzeugsicherheit im Bundestags-Wirtschaftsausschuss.

Nötig sei ein Verbot giftiger Schwermetalle wie Blei und Cadmium, krebserregender Stoffe oder hormonell wirkender Stoffe. Die Grünen im Bundestag erklärten, es müsse über nationale Verbote diskutiert werden.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte vor etwa einem halben Jahr schärfere Regeln gefordert. Sie will notfalls ein nationales Importverbot für riskantes Spielzeug prüfen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält die Grenzwerte der EU-Spielzeugrichtlinie nicht für ausreichend und hatte im Dezember vor Gesundheitsrisiken durch krebserregende Chemikalien in Spielzeug gewarnt. EU-weit wurden 2009 erneut mehr gefährliche Produkte aus dem Verkehr gezogen als im Jahr zuvor. Aigner empfiehlt, dass Verbraucher auf das Gütesiegel "GS - geprüfte Sicherheit" achten.

Pressemitteilung des Bundesverbraucherministerium zu gefährlichen Stoffen in Spielzeug

Topics
Schlagworte
Panorama (33380)
Wirkstoffe
Blei (99)
Personen
Ilse Aigner (231)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neu aufgetretene Migräne bei Älteren ist ein Warnsignal!

Patienten, die erst nach dem 50. Lebensjahr eine Migräne mit Aura entwickeln, haben offenbar ein signifikant erhöhtes Schlaganfallrisiko. Ursache könnten (Mikro-)Embolien sein. mehr »

Diabetes geht auch auf die Knochen

Auch wenn Diabetiker häufig Probleme mit Knochen und Gelenken haben, besteht meist kein kausaler Zusammenhang. Doch es gibt seltene ossäre Erkrankungen, die durch die Stoffwechselerkrankung verursacht werden. mehr »

Weniger Kostenrisiko für zu Pflegende

Über den Bundesrat soll ein Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Pflegeversicherung herbeigeführt werden. Ziel: Kostenrisiken von Pflegebedürftigen entschärfen. mehr »