Ärzte Zeitung online, 20.05.2010

Flutwelle wird erwartet: Vorland der Oder-Deiche soll geräumt werden

POTSDAM (dpa). Brandenburg bereitet sich auf das Hochwasser der Oder vor, dessen erste Welle vermutlich am Freitag eintreffen wird. Das Landesumweltamt hat vorsorglich dazu aufgerufen, das Vorland der Deiche zu räumen. "Es wird aber allenfalls die zweithöchste Alarmstufe 3 ausgerufen werden", sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium am Donnerstag.

Eine zweite Hochwasserwelle wird für Pfingstmontag erwartet. Die Flut werde nicht so hoch sein wie beim "Jahrhunderthochwasser" von 1997.

Falls erforderlich, sollen zur Not auch Polder geöffnet und dadurch Land gezielt überflutet werden. Dies gelte im Gegensatz zu anderslautenden Meldungen aber nicht für die Neuzeller Niederung, wie der Landkreis Oder-Spree am Mittwochabend richtig stellte. Nach dem Elbehochwasser von 2002 hatten Brandenburg und Sachsen-Anhalt ein Gutachten über die Wirkung von Polderflutungen in Auftrag gegeben. Zumindest für die Elbe wurde der Nutzen solcher Maßnahmen zur Verringerung des Hochwassers Anfang Mai 2010 bestätigt.

Während in Brandenburg die Situation derzeit eher entspannt gesehen wird, haben die starken Regenfälle der vergangenen Tage zu erheblichen Überschwemmungen im Süden Polens geführt. Dies traf vor allem die Weichselregion. An der Oder erreichte der Pegel im polnischen Miedonia bisher knapp neun Meter. Das waren 1,60 Meter weniger als 1997.

Topics
Schlagworte
Panorama (32846)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »