Ärzte Zeitung online, 26.05.2010

Flutwelle kommt schneller nach Brandenburg

FRANKFURT (ODER) (dpa). Das Hochwasser auf Oder und Neiße kommt schneller als erwartet. Die Flutwelle ist etwa acht bis zehn Stunden früher dran als angenommen, teilte das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) am Mittwochmorgen mit.

Bereits von acht Uhr an sollte im Landkreis Oder-Spree auf einem Flussabschnitt von 34 Kilometern Länge die zweithöchste Hochwasserstufe drei gelten. Die höchste Warnstufe vier könnte demnach schon am Donnerstag erreicht sein.

Bereits ab der dritten Stufe müssen Deiche, Wehre und Wasserläufe ständig beobachtet werden. Zur Vorbereitung sind die Deiche bereits gemäht worden. So hätten die Beobachter einen besseren Blick.

Auf deutscher Seite wird vom Brandenburger Katastrophenstab die Lage in Ratzdorf als besonders kritisch eingeschätzt. Dort erreichte der Pegelstand am frühen Mittwoch bereits 5,57 Meter, 60 Zentimeter mehr als 24 Stunden zuvor.

Am Donnerstagvormittag könnten es dann schon 5,90 Meter sein - und somit die höchste Alarmstufe vier. Dann besteht nach Einschätzung des Hochwasserzentrums Überflutungsgefahr. Das Hochwasser wird sich nach Einschätzung des Landesumweltamtes aber nicht so verheerend auswirken wie 1997, weil es diesmal deutlich kürzer dauern werde.

In Frankfurts polnischer Nachbarstadt Slubice ist die Lage besonders schwierig. Zahlreiche Stadtteile liegen unterhalb des Oderpegels. Deshalb könne das Wasser aus der Kanalisation die Stadt überfluten und zu Deichbrüchen führen. Bürgermeister Ryszard Bodziacki hatte am Dienstagnachmittag an die Einwohner appelliert, die Stadt spätestens am Freitag zu verlassen. Das örtliche Krankenhaus wird bis zum Mittwochvormittag geräumt, Kindertagesstätten und Schulen werden von Freitag an geschlossen.

Topics
Schlagworte
Panorama (27033)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mit den Kilos verschwindet Diabetes

Typ-2-Diabetes lässt sich in gewisser Weise wegspecken: Je mehr Kilogramm Diabetiker durch eine Diät verlieren, und je länger sie das neue Gewicht halten, desto größer sind ihre Chancen auf eine dauerhafte Diabetes-Remission. mehr »

Legales Cannabis = mehr Psychosen

Wird Cannabis legalisiert macht das manche froh – und andere krank. Letzteres haben nun Forscher gezeigt. Nach ihren Worten erstmals in einer derart großen Studie. mehr »

Will Spahn das AOK-System umkrempeln?

Bundesgesundheitsminister Spahn scheint mit dem Gedanken zu spielen, die regionale Gliederung der AOKen aufzugeben – und sie bundesweit zu öffnen. Das schmeckt vier Bundesländern gar nicht. mehr »