Ärzte Zeitung online, 27.05.2010

FIFA-Arzt: WM-Schiedsrichter sollen hart durchgreifen

HAMBURG (dpa). FIFA-Exekutivmitglied Michel DHooghe hat von den Schiedsrichtern ein hartes Durchgreifen bei der Fußball-WM in Südafrika gefordert. Die Unparteiischen seien angewiesen, bei jedem die Karriere des Gegenspielers bedrohenden Foul direkt die Rote Karte zu geben, sagte der Mediziner am Mittwoch.

Als Beispiel nannte DHooghe das grobe Foul an DFB-Kapitän Michael Ballack im englischen Pokal-Finale: "Im Fall Ballack ist die WM aus und vorbei." Der 33 Jahre alte Spieler vom FC Chelsea hatte sich mehrere Bänder im rechten Fuß gerissen und fällt damit für das WM-Turnier aus.

Bereits vor der WM 2006 wollte die FIFA mit einer ähnlichen Kampagne eine fairere Spielweise durchsetzen. Damals waren die Schiedsrichter aufgefordert worden, Ellenbogen-Stöße ins Gesicht sofort mit einer Roten Karte zu bestrafen. Offenbar mit Erfolg: Nach Angaben des Weltverbandes war die Zahl der ernsten Verletzungen nach Ellenbogen-Einsatz im Vergleich zur WM 2002 in Japan und Süd-Korea von zwölf auf zwei zurückgegangen.

Internetseite des Weltverbands FIFA

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »