Ärzte Zeitung online, 27.05.2010

Greenpeace: Öl-Plattformen verdrecken Nordsee

HAMBURG (dpa). Öl- und Gas-Plattformen verschmutzen die Nordsee nach Greenpeace-Angaben schleichend. Die Umweltorganisation entdeckte während eines aktuellen Beobachtungsflugs bei 5 von 25 untersuchten Plattformen große schwimmende Ölteppiche. Insgesamt gibt es 400 Förderanlagen in dem Meer.

"Rund um die Uhr wird schon im Normalbetrieb Öl in die Nordsee eingeleitet", sagte Greenpeace-Meeresbiologe Christian Bussau. Die Plattformen würden den Rohstoff nicht in reiner Form fördern, sondern eine Mischung aus Öl, Gas und Wasser. Anschließend werde das Wasser vom Öl getrennt und zurück ins Meer geleitet. Laut Greenpeace enthält das sogenannte Produktionswasser jedoch noch Restmengen an Öl. Schadstoffe daraus könnten sich in der Nahrungskette der Meerestiere anreichern.

Besonders scharf kritisierte Greenpeace die Ölförderung des BP-Konzerns westlich der Shetland-Inseln. Die dortige Offshore-Förderung in 400 Metern Tiefe berge unkalkulierbare Risiken. "Eine Öl-Katastrophe wie im Golf von Mexiko kann sich auch in der Nordsee jederzeit ereignen", sagte Bussau.

Pressemitteilung von Greenpeace

Topics
Schlagworte
Panorama (33246)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »