Ärzte Zeitung online, 31.05.2010

Israelisch-griechisches Luftwaffenmanöver abgebrochen

ATHEN (dpa). Die griechische Regierung hat nach dem israelischen Vorgehen gegen die "Gaza-Solidaritätsflotte" umfangreiche Luftwaffenmanöver mit Israel in der Ägäis abgebrochen. Das teilte das griechische Verteidigungsministerium am Montag mit. Zudem wurde der für Dienstag geplante Besuch des israelischen Luftwaffen-Chefs abgesagt.

Die Manöver hatten vergangene Woche begonnen und sollten bis zum 3. Juni dauern. Dabei wurden Angriffe auf Bodenziele sowie die Treibstoffversorgung von Kampfbombern in der Luft geübt. Die israelischen Maschinen vom Typ F-16 und F-15 waren für das Manöver auf einem griechischen Luftwaffenstützpunkt auf der Mittelmeerinsel Kreta nahe Chania stationiert.

Das griechische Außenministerium bestellte unterdessen den israelischen Botschafter Ali Yahya ein. Yahya erklärte, die israelischen Kommandos seien nach dem Entern der Schiffe angegriffen worden. "Mehr weiß ich auch nicht", sagte der Botschafter nach seinem Besuch im Außenministerium in Athen. Friedensorganisationen und pro-palästinensische Verbände riefen für Montagabend zu einer Protestkundgebung vor der israelischen Botschaft in Athen auf.

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