Ärzte Zeitung online, 07.06.2010

Illegaler "Genmais" in fünf Bundesländern

HAMBURG (dpa). In Niedersachsen wurde nach Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace illegal Mais angebaut, der mit sogenanntem "Genmais" verunreinigt ist.

Das Saatgut sei verkauft und ausgesät worden, obwohl das zuständige Landwirtschaftsministerium in Hannover seit Anfang März von der Verunreinigung gewusst habe, teilte Greenpeace am Sonntag in Hamburg mit. "Es handelt sich hier um den bisher größten Gentechnik-Saatgut-Skandal in Deutschland", sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting.

Der Mais sei von Landwirten in fünf Bundesländern angebaut worden. Das Saatgut ist laut Greenpeace bis zu 0,1 Prozent mit einer Genmais- Sorte verunreinigt, bei deren Verzehr Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden könnten.

Als "Genmais" wird Mais bezeichnet, dessen Erbgut im Labor verändert wurde. Dabei werden etwa bestimmte Gene aus anderen Organismen eingeschleust, die zum Beispiel die Abwehr von Schädlingen erleichtern sollen.

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