Ärzte Zeitung online, 08.06.2010

UN: Müttersterblichkeit "Skandal" - Gates spenden Milliarden

NEW YORK/WASHINGTON (dpa). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die weltweit immer noch hohe Müttersterblichkeit als "Skandal" bezeichnet. Einfache klinische Maßnahmen wie saubere Kreissäle und die Anwesenheit einer gut ausgebildeten Hebamme könne diese Sterberate stark reduzieren.

"Wir wissen, wie wir das Leben von Frauen retten können", sagte Ban zum Auftakt der mehrtägigen internationalen Konferenz "Women Deliver" am Montag in Washington vor Delegierten aus 140 Ländern.

Die Gates-Stiftung will in den kommenden fünf Jahren 1,5 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) investieren, um die Gesundheit von Frauen und Kindern, Familienplanung und Ernährungsprogramme zu unterstützen. Das gab Melinda Gates, die Frau von Microsoft-Gründer Bill Gates, und Co-Vorsitzende der Stiftung bei der Konferenz bekannt.

"Die Welt muss zusammenkommen, um das Leben von Frauen und Kindern zu schützen. In armen Ländern enden Schwangerschaft und Geburt oft in einer Tragödie. Unser Ziel sollte es sein, eine Welt zu erschaffen, in der jede Geburt Freude und Hoffnung auf die Zukunft bringt", sagte Melinda Gates. Der Großteil dieser Tode könne verhindert werden - zu erstaunlich niedrigen Kosten, betonte sie.

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