Ärzte Zeitung online, 10.06.2010

Sport in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?

KÖLN (eb). Die Deutsche Sporthochschule Köln bietet auf ihrem Internetportal www.sportundschwangerschaft.de individuelle Beratungen zum Thema Sport und Bewegung in der Schwangerschaft. Bisher nutzten über 400 schwangere Frauen das Angebot. Aus den Fragen und Antworten wurde eine Liste mit Informationen zusammen gestellt.

Sport in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?

Sport und Schwangerschaft? Was geht und was nicht? Antworten auf: www.sportundschwangerschaft.de

© Hannes Eichinger/ fotolia.com

Was ist in der Schwangerschaft in Bezug auf Sport eigentlich erlaubt? Über diese Frage sind selbst Fachkräfte wie Gynäkologen, Ärzte und Hebammen nicht immer einer Meinung. Aus diesem Grund betreibt die Deutsche Sporthochschule Köln seit zwei Jahren ein Informationsportal, welches sowohl eine Internetpräsenz als auch ein individuelles Coaching per E-Mail anbietet.

Zum Beratungsangebot gehören wissenschaftlich fundierte Informationen, neueste Erkenntnisse zum Thema Sport in und nach der Schwangerschaft sowie eine individuelle Online-Beratung, um die Sorgen der Schwangeren und jungen Mütter zu reduzieren.

Über 400 Frauen und zum Teil auch andere Interessierte haben die Beratungsleistung in Anspruch genommen. Die Fragen, die gestellt wurden, reichen von allgemeinen Unsicherheiten bis hin zu speziellen Trainingsempfehlungen; das Spektrum der anfragenden Frauen reicht von Sporteinsteigerinnen, Gesundheitssportlerinnen bis hin zu Hochleistungssportlerinnen.

Aber auch besorgte Familienangehörige haben bereits unter nachgefragt. Die Anfragen wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und nach Anfragezeitpunkt (Trimenon, post partu) sowie Inhalt kategorisiert und quantitativ dargestellt.

Im Schnitt wenden sich die Frauen zweimal an das Coaching-Portal. 75 Prozent der Anfragen erhielt das Portal von Frauen, die in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft waren. Die Frauen sind zu diesem Zeitpunkt besonders verunsichert, was sie (noch) machen dürfen und sich zumuten können. Die meisten Anfragen betreffen die Auswahl des "richtigen" Sportangebots. Die Frauen möchten die eigene Sportart weiterführen und sind verunsichert (71 Prozent). Auch Informationen bezüglich gesundheitlicher Risiken für das Ungeborene (63 Prozent) und die Mutter (38 Prozent) beim Ausüben sportlicher Aktivitäten sind von großem Interesse.

Besonders informativ ist die abgeleitete Liste der Frequent Asked Questions (FAQs), die durch einen einfachen Click zu fundierten Informationen führen - zusammengestellt durch das Expertenteam um Professor Jens Kleinert und Diplom-Psychologin Marion Sulprizio.

www.sportundschwangerschaft.de

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