Ärzte Zeitung online, 15.06.2010

Obama zeigt Optimismus im Kampf gegen Ölpest

WASHINGTON (dpa). Fast acht Wochen nach Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko hat sich US-Präsident Barack Obama optimistisch über die Bewältigung der Katastrophe gezeigt. Die betroffene Region im Süden der USA werde sich wieder erholen und der Golfküste werde es am Ende sicher bessergehen als zuvor, sagte Obama am Montag in Theodore im Bundesstaat Alabama. Er befindet sich derzeit auf einer zweitägigen Reise durch die vier betroffenen Staaten.

Auch die Verhandlungen mit BP seien auf dem richtigen Weg. Es habe einleitende Gespräche mit dem Öl-Konzern darüber gegeben, wie ein dauerhafter Prozess für die Auszahlung rechtmäßiger Ansprüche auf Schadensersatz gestaltet werden könne. Die Leistungen an die Betroffenen sollten "angemessen, gerecht und zügig" ausgezahlt werden. Obama bezeichnete die Konversation mit BP darüber als konstruktiv. Er hoffe, dass es bis zu seinem Gespräch mit dem BP-Aufsichtsratsvorsitzenden Carl-Henric Svanberg am Mittwoch deutliche Fortschritte in dieser Sache gebe.

Auch habe BP seine Pläne zum Eindämmen des sprudelnden Öls auf Druck der Regierung deutlich verbessert. Der Konzern wolle nun bis Ende Juni die Menge des Öls, das aus der defekten Quelle aufgefangen wird, auf täglich 6800 Tonnen von derzeit 2100 Tonnen ausweiten - zwei Wochen früher als geplant. Der Konzern bereite sich zudem besser auf Stürme und andere unvorhersehbare Probleme vor. Obama betonte, dass die Regierung weiterhin "BP und alle verantwortlichen Parteien" für die Katastrophe haftbar mache.

Die Regierung setze im Kampf gegen die Krise alle ihr verfügbaren Mittel ein, sagte der Präsident. Bei der Ölpest handele es sich jedoch um "einen fortlaufenden Angriff, dessen Richtung sich ständig ändert." Das mache die Bemühungen so schwierig und langwierig.

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