Ärzte Zeitung online, 16.06.2010

Mehr Geburten und weniger Todesfälle in Deutschland

WIESBADEN (dpa). In Deutschland sind im ersten Quartal dieses Jahres mehr Babys auf die Welt gekommen als ein Jahr zuvor. Zugleich traten etwas mehr Paare vor den Traualtar, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Sterbefälle gingen im Quartalsvergleich zurück.

Allerdings beruhen die Zahlen auf vorläufigen Meldungen der Standesämter und können sich noch deutlich verändern, wie Martin Conrad von Destatis erläuterte. Längerfristige Entwicklungstendenzen ließen sich daraus nicht ableiten.

Der vorläufigen Statistik zufolge wurden in den ersten drei Monaten 2010 in der Bundesrepublik rund 162 100 Kinder geboren - 7000 oder 4,5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2009. Damals kamen zwischen Flensburg und Füssen 155 100 Säuglinge zur Welt. Die Zahl der Geburten lag im ganzen Jahr 2009 allerdings auch um etwa 24 000 niedriger als ein Jahr davor. Auch diese Zahlen sind noch vorläufig.

Die Zahl der Sterbefälle sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 10 000 oder 4,2 Prozent auf 226 000. Damit wurden im ersten Quartal dieses Jahres etwa 63 900 weniger Kinder geboren als Menschen starben. Dieser Saldo war im ersten Quartal 2009 mit 80 800 deutlich höher.

38 600 Paare heirateten von Januar bis März - 1100 oder 2,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2009. Auch darin sehen die Statistiker noch keinen Trend. Die Zahl der Eheschließungen liege seit Jahren konstant bei etwa 375 000, sagte Conrad.

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