Ärzte Zeitung online, 17.06.2010

Gefährliche Produkte kamen meist aus China

DORTMUND (dpa). Im europäischen Schnellwarnsystem für gefährliche Konsumgüter sind 2009 in Deutschland erneut Waren aus China besonders negativ aufgefallen. Unter den insgesamt 232 Produkten, die an das System gemeldet wurden, kamen allein 96 aus China. Darunter seien 53 Spielzeuge gewesen, teilte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am Mittwoch in Dortmund mit.

Von den 232 Waren verstieß fast jedes fünfte Produkt gegen die Spielzeugverordnung. So konnten Kinder zum Beispiel leicht Kleinteile verschlucken. Andere wiesen unzulässige chemische Inhaltsstoffe auf. So waren Lacke oft mit zu hohen Blei- und Chromwerten belastet. Auch bei Schreib- und Bastelbedarf wurden oftmals verschluckbare Kunststoffhüllen mitgeliefert. Gegen die allgemeinen Regeln zur Produktsicherheit verstießen unter anderem Kinderjacken, an deren langen Wollfasern Kinder ersticken konnten.

Aus Deutschland wurden 36 mangelhafte Produkte gemeldet, darunter 19 Fahrzeuge. Dabei handelte es sich vor allem um Rückrufe für mangelhafte Teile bei Autos. Aus Frankreich kamen 13 mangelhafte Produkte, darunter zehn Motorfahrzeuge.

Das Schnellwarnsystem der EU namens Rapex gilt für gefährliche Konsumgüter mit Ausnahme von Nahrungs- und Arzneimitteln sowie medizinische Geräte. Mit dem System warnen sich die Staaten untereinander vor Gefahren.

Topics
Schlagworte
Panorama (33393)
Wirkstoffe
Blei (99)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Diese Aspekte schinden den Körper von Astronauten

Die Forschung auf der ISS liefert wichtige Erkenntnisse, ist aber Schwerstarbeit für den Organismus. Was passiert dabei mit dem Körper genau – und wozu das Ganze? mehr »

GBA warnt Spahn vor GKV-Systembruch

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr – nicht nur im GBA. mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig darüber informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Doch glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »