Ärzte Zeitung online, 18.06.2010

Umfrage: Obama bleibt in der Welt beliebt

WASHINGTON (dpa). In den USA sinken seine Zustimmungswerte, aber in weiten Teilen der Welt ist Präsident Barack Obama immer noch sehr beliebt. Insbesondere die Bürger in westeuropäischen Staaten haben weiterhin eine hohe Meinung von dem mächtigsten Mann der Welt, heißt es in einer am Donnerstag in Washington veröffentlichten Umfrage des renommierten Pew Research Center. Die muslimische Welt sieht ihn demnach allerdings wieder deutlich skeptischer.

Der Studie zufolge sagen 90 Prozent der Deutschen, Obama betreibe eine gute Weltpolitik. Fast genau so viele wie nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr, als die Zustimmung bei 93 Prozent lag. Mit dem internationalen Auftreten seines Vorgängers George W. Bush waren zuletzt nur 14 Prozent der Deutschen zufrieden. Auch in Frankreich und England blieben die Werte mit 87 und 84 Prozent hoch. Bei den eigenen Landsleuten kommt Obamas Außenpolitik schlechter weg, nur noch 65 statt 74 Prozent sind mit ihr einverstanden. Aber auch das sind immer noch fast doppelt so viele der Befragten wie zuletzt unter Bush.

Die Erwartungen in muslimischen Nationen an ihn scheint der US-Präsident im vergangenen Jahr nicht erfüllt zu haben, wie die Erhebung zeigt. In Ägypten und der Türkei sank das Vertrauen in Obamas Bewältigung von Weltangelegenheiten jeweils um 10 Prozentpunkte auf 31 beziehungsweise 23 Prozent. Für die Studie wurden rund 25 000 Menschen in 22 Staaten befragt.

Auch das Image der USA in der Welt, das sich nach der Wahl Obamas deutlich verbessert hatte, bleibt im Vergleich zu den Bush-Jahren gut. 63 Prozent der Deutschen sehen die führende Weltmacht in einem guten Licht, im Vorjahr waren es 64 Prozent und 2008 unter Obamas Vorgänger nur 31 Prozent. Deutliche Sympathiezuwächse für die USA gab es in Russland und China. 57 statt 44 Prozent der Russen und 58 statt 47 Prozent der Chinesen äußerten sich positiv.

Das positivste Amerikabild haben weiter die Einwohner in Kenia. In dem Herkunftsland von Obamas Vater stieg der Beliebtheitswert für die USA von 90 auf 94 Prozent.

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