Ärzte Zeitung online, 21.06.2010

Schon 175 Flut-Tote in China

PEKING (dpa). Bei schweren Überschwemmungen in Südchina sind bis Montag 175 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen wurden vermisst, wie das Einsatzzentrum des Verwaltungsministeriums in Peking berichtete. Mehr als 15 Millionen Menschen in neun Provinzen sind betroffen.

Die wirtschaftlichen Schäden wurden auf 19,7 Milliarden Yuan (2,3 Milliarden Euro) beziffert. 178 000 Häuser seien zerstört, 748 000 Hektar Erntefläche beschädigt worden, berichtete das Ministerium.

"Ich habe in meinen Leben noch nie solche Überschwemmungen gesehen", sagte die 50-jährige Yu Ningshan in der Stadt Sanming in der ostchinesischen Provinz Fujian der Nachrichtenagentur Xinhua. In der Region war von "Jahrhundert-Regenfällen" die Rede, nachdem 225 Millimeter innerhalb von sechs Stunden gemessen worden waren. Mehr als eine Million Menschen in verschiedenen Provinzen wurden in Sicherheit gebracht. Eisenbahn- und Straßenverbindungen waren unterbrochen.

Regierungschef Wen Jiabao machte sich in der südchinesischen Region Guangxi selbst ein Bild vom Kampf gegen die Fluten und den Hilfsbemühungen für die Opfer. Er versprach den Betroffenen die Unterstützung durch die Behörden und mehr Hilfsgüter wie Nahrung, Trinkwasser und Kleidung, wie Xinhua berichtete.

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