Ärzte Zeitung online, 09.07.2010

Mann sticht in Suchtklinik drei Menschen nieder

INGOLSTADT (dpa). Ein Mann hat am Freitag in einer Suchtklinik am Ammersee bei München drei Menschen niedergestochen. Der alkoholkranke 25-Jährige wollte seine Freundin dazu zwingen, mit ihm mitzukommen.

Alle drei Verletzten kamen mit teils tiefen Stichverletzungen in eine Klinik, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mitteilte. Bei keinem Opfer bestehe Lebensgefahr.

Der 25-Jährige wurde am Nachmittag in München festgenommen. Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach ihm gesucht. Auch ein Hubschrauber und Spürhunde waren im Einsatz.

Der Mann war am Morgen in das Therapiezentrum nahe Dießen am Ammersee gekommen. Er bedrohte seine 29 Jahre alte Freundin mit einem Taschenmesser und stach dann auf sie ein. Als zwei weitere Patienten, eine 25 Jahre alte Frau und ein 23-Jähriger, dem Opfer helfen wollten, wurden auch sie niedergestochen.

Der alkohol- und rauschgiftabhängige Messerstecher war selbst Patient in der Klinik. Er war aber am Donnerstagabend aus dem Therapiezentrum verwiesen worden, weil er gegenüber seiner Freundin handgreiflich geworden war.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »