Ärzte Zeitung online, 13.07.2010

Ruhige Nacht nach Unwettern - Aber weitere Gewitter erwartet

BERLIN (dpa). Nach den mancherorts gewaltigen Gewittern vom Montag ist es in der Nacht zum Dienstag in den meisten Regionen Deutschlands ruhig geblieben. Der Polizei zufolge regnete es zwar vor allem in der Mitte Deutschlands zeitweise stark, größere Schäden blieben aber aus.

Mit teils kräftigen Gewittern ist an diesem Dienstag noch im Osten Deutschlands zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst meldete.

Mindestens drei Menschen waren am Montag bei Unwettern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen. In Nordhorn und Weener in Niedersachsen wurden zwei Frauen von umstürzenden Bäumen erschlagen. In Köln kam eine Rollerfahrerin ums Leben, die sich in einer Unterführung untergestellt hatte und dort von einem Lastwagen erfasst wurde. Am Montag war zunächst von zwei Toten die Rede.

Der Bahnverkehr normalisierte sich bis Dienstagmorgen wieder. Zuletzt war noch die Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen gesperrt, wie es bei der für NRW zuständigen Bundespolizei in Sankt Augustin hieß. Aber auch diese Strecke sollte am Morgen wieder freigegeben werden. Bäume und Äste auf den Gleisen sowie Blitzeinschläge hatten für erhebliche Behinderungen gesorgt.

Am Montagabend richtete ein starkes Gewitter in Sachsen-Anhalt an einzelnen Orten kleinere Schäden an. Dabei wurde aber niemand verletzt, wie es aus dem Innenministerium in Magdeburg hieß. Im Saalekreis liefen mehrere Keller mit Wasser voll. In Halle wurden zwei Autos durch herabstürzende Dachziegel demoliert.

Im unterfränkischen Bad Brückenau brannte es nach einem Blitzeinschlag in einem Einfamilienhaus. Auch hier wurde niemand verletzt. Örtlich wurden Straßen überschwemmt und Bäume entwurzelt. "Die Feuerwehr hat das alles locker verkraftet", sagte ein Polizeisprecher.

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