Ärzte Zeitung online, 15.07.2010

Zweijähriger nach schwerer Misshandlung gestorben

PLAUEN/JENA (dpa). Ein neuer Fall von schwerer Kindesmisshandlung erschüttert das Vogtland. Ein zweijähriger Junge aus Plauen starb am Mittwoch an seinen lebensgefährlichen Verletzungen.

Das bestätigte die Polizei am späten Abend. Ärzte einer Spezialklinik in Jena (Thüringen) hatten stundenlang um das Leben des Kindes gekämpft, das in der Nacht zuvor dorthin gebracht worden war.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die 31-jährige Mutter des Kindes und ihr 36 Jahre alter Lebensgefährte vorläufig festgenommen. Beide stehen im Verdacht, den Jungen zu Hause schwer misshandelt zu haben. Die Frau wurde nach ihrer Vernehmung wieder entlassen, wie ein Polizeisprecher sagte. Über den Mann wollte die Staatsanwaltschaft an diesem Donnerstag entscheiden.

Laut Polizei hatte die Mutter den Rettungsdienst in der Nacht zu Mittwoch selbst alarmiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Bei der Gründung eines Ärztezentrums kann es zugehen wie bei "Dallas"

Neid und Missgunst haben schon manche Versuche torpediert, in der Provinz ein Ärztezentrum zu etablieren. Ärzte in Schleswig-Holstein berichten, wie man verhindert, dass Kirchturmdenken siegt. mehr »

Macht Kaffee impotent?

Kaffee werden günstige Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Eine Studie hat untersucht, was das belebende Getränk für Männer – und besonders deren Potenz – bedeutet. mehr »