Ärzte Zeitung online, 28.07.2010

Viele Tote bei Flugzeugabsturz in Islamabad

ISLAMABAD (dpa). Ein Flugzeug mit mindestens 152 Menschen an Bord ist am Mittwoch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad abgestürzt. Wahrscheinlich sind mehr als 140 bei dem Absturz ums Lebengekommen.

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Das Trümmerfeld in den Hügeln von Margalla nahe Islamabad.

© dpa

Wie der Sprecher der Stadtverwaltung, Ramzan Sajid, mitteilte, gelang es den Rettungskräften bislang, sechs Überlebende aus den Trümmern der Maschine der Fluggesellschaft Airblue zu retten, darunter eine Frau. Bis zum Nachmittag seien zudem 80 Leichen geborgen worden, sagte eine Polizeisprecher.

An Bord der Maschine waren nach Mitteilung der staatlichen Luftfahrtbehörde 146 Passagier und sechs Besatzungsmitglieder. Die Unglücksmaschine mit der Flugnummer ABQ-202 war in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi gestartet. Gegen 9.45 Uhr Ortszeit, kurz vor der Landung auf dem Benazir Bhutto International Airport, sei der Kontakt mit der Flugsicherung abgerissen, sagte ein Behördensprecher.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, dass heftiger Regen und schlechte Sicht zu dem Absturz in den Margalla Hills, einer wenige Kilometer nördlich vom Stadtzentrum gelegenen Bergkette, geführt haben könnte.

Das Flugzeug habe mit den Tragflächen die Spitzen der Bäume berührt, wird der Augenzeuge Shahbaz Ahmad zitiert. "Nach wenigen Minuten hörte ich eine gewaltige Explosion." Premierminister Yousuf Raza Gilani ordnete eine Untersuchung an.

Nach pakistanischen Medienberichten unterstützte die Armee die Rettungsarbeiten mit Hubschraubern. Brennende Flugzeugteile sowie schlechtes Wetter behinderten die Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen Gelände. Trümmer seien in einem Umkreis von einem Quadratkilometer zu finden.

Bei dem verunglückten Airbus A321 handelt es sich nach Angaben des europäischen Herstellers um eine vor zehn Jahren ausgelieferte Maschine. Bis zur Katastrophe hatte das Flugzeug in rund 13 500 Flügen 34 000 Flugstunden absolviert. Das Unternehmen kündigte an, die pakistanischen Behörden bei der Aufklärung zu unterstützen.

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