Ärzte Zeitung online, 05.08.2010

Ärzte nach Medikamententod von Anna Nicole Smith auf der Anklagebank

LOS ANGELES (dpa). Mehr als drei Jahre nach dem Medikamententod von US-Model Anna Nicole Smith wird der Fall vor Gericht aufgerollt. Gegen Smiths früheren Freund und Anwalt, Howard Stern, und zwei ihrer Ärzte ist am Mittwoch in Los Angeles der Prozess eröffnet worden. Die Angeklagten hätten dem Model über Jahre hinweg große Mengen von starken Medikamenten zukommen lassen.

Die kalifornische Staatsanwältin Renee Rose warf ihnen zum Auftakt des Verfahrens kriminelle Handlungen vor, berichtete die "Los Angeles Times". Die Angeklagten hätten die Arzneimittel teilweise unter falschen Namen besorgt. Ihnen wird vorgeworfen, die Medikamentensucht des Models unterstützt und gefördert zu haben.

Smith war am 8. Februar 2007 in einem Hotel im US-Staat Florida bewusstlos aufgefunden worden. In einem Krankenhaus konnten die Ärzte dann nur noch den Tod der 39-Jährigen feststellen. Smith war in Deutschland vor allem mit freizügiger Dessous-Werbung für das Textilunternehmen H&M bekanntgeworden.

Topics
Schlagworte
Panorama (32510)
Recht (12604)
Organisationen
Los Angeles Times (85)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »