Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Ein Toter und 30 Verletzte

NEAPEL (dpa). In Süditalien ist am Freitag ein Regionalzug entgleist, ein Mensch starb. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden außerdem mindestens 30 Menschen verletzt, etwa 13 davon schwer. Ein 25-Jähriger liege im Koma. Die Ursache für das Unglück blieb zunächst unklar.

Wie italienische Medien berichteten, hatte das Todesopfer, ein 71-jähriger Neapolitaner, bei dem Unglück beide Beine verloren und war seinen Verletzungen kurz danach im Krankenhaus erlegen.    

Der Zug der Regionalbahn "Circumvesuviana" war aus dem am Vesuv liegenden Ort San Giorgio a Cremano in Richtung Neapel Hauptbahnhof unterwegs. Er entgleiste gegen Mittag im Viertel Gianturco im Osten von Neapel. Der Zugführer sei unverletzt geblieben, stehe jedoch unter Schock, berichteten Medien.

"Wir können nicht sagen, was die Entgleisung ausgelöst hat", erklärte Ciro Accetta, Präsident der Gesellschaft, der die "Circumvesuviana" untersteht. Der Zug sei erst ein Jahr alt. Das Unglück sei in einer Kurve passiert, in der die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit bei 20 Stundenkilometern liege. Einige der Passagiere sowie die Bürgermeisterin von Neapel, Rosa Russo Iervolino, vermuteten, der Fahrer sei zu schnell gefahren.

Die Staatsanwaltschaft von Neapel, das Verkehrsministerium sowie die Region Kampanien leiteten Ermittlungen ein.

Die 1890 gegründete Regionalbahn "Circumvesuviana" verbindet die kampanische Regionalhauptstadt Neapel unter anderem mit Pompeji, Herculaneum und Sorrent.

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