Ärzte Zeitung online, 09.08.2010

Studie: Urlaub am Pool macht schlapp

BERLIN/HANNOVER (hom). Wer sich im Urlaub nur zwischen Hotelzimmer und nächster Strandliege bewegt, ist nach Ferienende deutlich häufiger wieder urlaubsreif als derjenige, der in seiner Auszeit wandert, Rad fährt oder schwimmen geht. Zu diesem Fazit kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1005 Bundesbürgern im Auftrag der KKH-Allianz.

Studie: Urlaub am Pool macht schlapp

Beliebtes Reiseziel für viele Sommerurlauber: der Hotelpool. Doch nicht wenige fühlen sich gleich nach ihrem Poolurlaub wieder urlaubsreif.

© Udo Kroener / fotolia.com

Wer Wert auf nachhaltige Erholung legt und so stressbedingten Krankheiten vorbeugen will, sollte sich im Urlaub nicht nur auf die faule Haut legen, empfehlen die Studienautoren. Zum Beweis verweisen sie auf die Ergebnisse ihrer Umfrage. Demnach hält bei 94 Prozent der Urlauber, die aktiv wandern, Rad fahren, Ski fahren oder Kultur genießen, der Erholungseffekt nach dem Urlaubsende mindestens mehrere Tage an. Dagegen gab jeder achte (zwölf Prozent) Strand- oder Poolurlauber an, sich im Anschluss gar nicht entspannt und ausgeruht zu fühlen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Offenbar hängt die individuelle Urlaubsplanung stark vom Alter ab. So erholen sich zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen am Strand, während sich bei den 45- bis 65-Jährigen über die Hälfte eher bei Aktivreisen wohl fühlt.

Nachhaltige Erholung scheint zudem eine Frage des Geldbeutels zu sein: Menschen mit niedrigem Einkommen unter 1500 Euro fühlen sich dreimal so häufig direkt nach Ferienende wieder urlaubsreif wie Menschen mit einem hohen Einkommen von über 3000 Euro.

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