Ärzte Zeitung online, 09.08.2010

Afghanistan: IAM bestätigt offiziell Tod von Mitarbeitern

KABUL (dpa). Die christliche Hilfsorganisation International Assistance Mission (IAM) hat offiziell bestätigt, dass es sich bei den in Afghanistan getöteten Ärzten und Helfern um ihre Mitarbeiter handelte. IAM-Direktor Dirk Frans sagte am Montag in Kabul, betroffen seien die zehn Ausländer und Afghanen, die für die Hilfsorganisation im Nordosten des Landes unterwegs waren.

Afghanistan: IAM bestätigt offiziell Tod von Mitarbeitern

Der IAM-Direktor Dirk Frans hat in Afghanistan offiziell bestätigt, dass es sich bei den 10 ermordeten Helfern um IAM-Mitarbeiter handelt.

© dpa

Bei den Toten handelt es sich um eine Deutsche, sechs US-Amerikaner, eine Britin und zwei Afghanen. Das Team sei von dem US-Amerikaner Dr. Tom Little geführt worden. Bei der getöteten Deutschen habe es sich um eine Frau namens Daniela B. gehandelt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes stammte die 35-jährige Deutsche aus Sachsen.

Die IAM war bereits am Wochenende davon ausgegangen, dass die eigenen Mitarbeiter betroffen waren. Frans wollte vor einer endgültigen Bestätigung aber die Identifizierung der Leichen in Kabul abwarten.

Frans sagte am Montag, das afghanische Innenministerium werde den Vorfall gemeinsam mit dem US-Bundeskriminalamt FBI untersuchen. Er betonte erneut, seine Organisation habe trotz der Morde derzeit nicht die Absicht, sich aus Afghanistan zurückzuziehen. IAM arbeite seit 1966 in dem Land. "Es gab Zeiten, da war die Sicherheitslage viel schlimmer als jetzt."

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