Ärzte Zeitung online, 12.08.2010
 

Pakistanische Behörde: "Die nächsten Tage sind entscheidend"

ISLAMABAD (dpa). Bei der Flutkatastrophe in Pakistan ist nach Einschätzung der nationalen Meteorologiebehörde "das Schlimmste noch nicht vorbei". Behördenchef Qamar-u-Zaman Chaudhry sagte am Donnerstag in Islamabad: "Die nächsten zehn Tage werden sehr entscheidend sein."

Behörde: "Die nächsten Tage sind entscheidend"

Land unter in Pakistan wie hier in Muzaffargarh in der Provinz Punjab.

© dpa

Derzeit rolle eine zweite Flutwelle durch die zentralpakistanische Provinz Punjab. Die Fluten ließen den Fluss Chenab anschwellen und könnten nach Angaben Chaudhrys trotz aller Schutzmaßnahmen die Millionenmetropole Multan treffen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen kosteten die schwersten Überflutungen in der Geschichte Pakistans bislang 1200 Menschen das Leben. Sechs Millionen Flutopfer benötigen demnach dringend Hilfe. Die UN hatten am Donnerstag vor einer "zweiten Welle von Toten" bei der Flutkatastrophe gewarnt und schnellere Hilfe der Weltgemeinschaft angemahnt.

In einem Spendenaufruf forderten die Vereinten Nationen bei ihren 192 Mitgliedsstaaten 459 Millionen Dollar (352 Millionen Euro) Soforthilfe an.

Lesen Sie dazu auch:
Pakistan: Starker Regen behindert Rettungsarbeiten bei Jahrhundert-Flut

Topics
Schlagworte
Panorama (31091)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Überlebensvorteil bei Übergewicht nur ein Trugschluss?

Übergewicht ist ein kardiovaskulärer Risikofaktor, doch wer schon eine entsprechende Erkrankung hat, lebt länger. Stimmt dieses "Adipositas-Paradox" vielleicht gar nicht? mehr »

Oh, Britannia! Was hat der "Brexismus" aus dir gemacht?

Von wegen Tea Time, Queen und Linksverkehr: Nicht nur der Blick der Briten auf die EU hat sich geändert. Umgekehrt blicken auch Menschen weit außerhalb Europas inzwischen mit Unverständnis auf die Insel. mehr »

Sechs Kassen auf der Kippe – Barmer-Chef fordert Reformen

Dramatischer Zwischenruf: Das wirtschaftliche Gefüge der GKV sei instabil, sagt Barmer Chef Straub. Rund ein halbes Dutzend großer Kassen würden nur noch von der guten Konjunktur getragen. mehr »