Ärzte Zeitung online, 13.08.2010

Wieder mehr Brände in Russland - Regen in Moskau

MOSKAU (dpa). Trotz des Einsatzes Zehntausender russischer Rettungskräfte und ausländischer Hilfe haben sich die Waldbrände in Russland weiter ausgebreitet. Die nationale Waldschutzbehörde zählte 611 Feuer, am Vortag waren es noch 545 gewesen.

Das Zivilschutzministerium berichtete, dass sich die Brandfläche jedoch um mehr als 15 000 Hektar verringert habe. Der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow, sprach nach Angaben der Agentur Interfax von einem positiven Trend.

Unterdessen freuten sich die Menschen in Moskau über Abkühlung. In der Nacht regnete es stellenweise kräftig. Ein Ende der Hitzewelle mit Temperaturen von weit über 30 Grad war jedoch nach wie vor nicht in Sicht. Zudem befürchten Meteorologen, der giftige Qualm von den umliegenden Torfbränden könne die Hauptstadt erneut in dichten Rauch hüllen, sobald der Wind wieder dreht.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnte vor verheerenden Atomunfällen infolge der Waldbrände. Durch Flammen, Hitze und Rauch könnten Hochspannungsleitungen zerstört werden oder Notstromgeneratoren ausfallen. Dadurch würden die Reaktoren der Atomanlagen nicht mehr wie notwendig gekühlt.

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Waldbrände in Russland: Experte sieht keine direkte Gefahr durch Inhalation radioaktiver Partikel

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