Ärzte Zeitung online, 18.08.2010

Duisburg verbietet Veröffentlichung von Loveparade-Dokumenten

DUISBURG (dpa). Die Stadt Duisburg hat die Veröffentlichung von vertraulichen Loveparade-Dokumenten im Internet verbieten lassen. Die Stadt erwirkte dazu beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung.

Ein Stadtsprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Dem Internet-Blog xtranews.de wird in der Verfügung verboten, die Verwaltungsunterlagen weiterhin im Netz zur Verfügung zu stellen. Bei der Loveparade in Duisburg waren vor dreieinhalb Wochen 21 Menschen getötet worden.

Bei den 43 Schriftsätzen handelt es sich um die Anlagen zu einem Zwischenbericht der Stadt zu den Zuständigkeiten der Kommune bei der Technoparade. Dieser Bericht war Anfang August dem Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags, der Staatsanwaltschaft Duisburg sowie den Ratsmitgliedern zur Verfügung gestellt worden.

Die Anlagen enthielten ungeschwärzte, personenbezogene Daten, begründete ein Stadtsprecher das Verbot. Mehrere andere Portale haben unterdessen die Daten kopiert und sie erneut im Internet zur Verfügung gestellt. Die Stadt will nun prüfen, ob sie auch dagegen vorgeht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis wurden erneut exzellente deutsche pharmakologische Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »