Ärzte Zeitung online, 23.08.2010
 

Weniger Alkoholfahrten nach Bußgelderhöhung

BERLIN (dpa). Nach der drastischen Anhebung der Bußgelder für Alkohol am Steuer sind die polizeilich registrierten Trunkenheitsfahrten nach einem Zeitungsbericht bundesweit stark zurückgegangen.

Diese Entwicklung geht nach Recherchen der "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe) aus Daten von Polizei und Innenministerien der einzelnen Bundesländer hervor.

Besonders auffällig sei die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Dort wurden 2009 mit 8951 Fällen rund 14 Prozent weniger Alkoholfahrten aufgenommen. In Bayern betrug der Rückgang dem Bericht zufolge rund 13 Prozent, in Rheinland-Pfalz 6. Am geringsten schrumpfte die Zahl der Fälle in Berlin (minus 3).

Auch die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sank im vergangenen Jahr um mehr als 10 Prozent, schreibt die Zeitung. Das zeigten Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. 2008 hatte sie noch zugenommen. Die Anhebung der Bußgelder für Alkoholfahrten, Rasen und Drängeln zum 1. Februar 2009 ging auf eine Initiative des damaligen Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee zurück.

Insgesamt sicherer seien Deutschlands Straßen seit der Bußgelderhöhung nicht geworden: Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit erstmals seit sieben Jahren wieder gestiegen, berichtet die Zeitung.

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