Ärzte Zeitung, 24.08.2010

Mann lebte jahrelang mit Projektil im Hinterkopf

HERNE (dpa). Mit einer Pistolenkugel im Kopf hat ein Mann im Ruhrgebiet jahrelang beschwerdefrei gelebt. Der 35-Jährige hatte in einer Silvesternacht, als er angetrunken in der Innenstadt von Herne unterwegs war, einen Schlag gegen den Hinterkopf verspürt. Dem maß er keine größere Bedeutung bei. Auch ob es Silvester 2004 oder 2005 war, weiß er nach Polizeiangaben vom Dienstag nicht mehr genau. Als er im Sommer am Hinterkopf eine Geschwulst entdeckte, schickte sein Arzt ihn zum Röntgen ins Krankenhaus. Dort entdeckte man einen Fremdkörper unter der Haut, jedoch noch außerhalb des Schädelknochens. Ein kleiner Eingriff förderte schließlichein knapp fünf Millimeter großes Projektil vom Kaliber 22 zutage, wie die Polizei Bochum mitteilte.

Die Polizei glaubt, dass ein Schütze mit einer Waffe das neue Jahr begrüßt hat. "Dabei muss der 35-Jährige, sicher unbeabsichtigt, von dem Geschoss am Kopf getroffen worden sein", sagte ein Sprecher. Die Kugel werden nun Spezialisten des Bundeskriminalamtes unter die Lupe nehmen. Sie sollen mit einer genauen Untersuchung des Projektils feststellen, ob die Tatwaffe der Polizei bekannt ist. Der Sprecher äußerte sich skeptisch, dass die fahrlässige Körperverletzung noch aufgeklärt werden kann. "Vermutlich nicht", sagte er.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »