Ärzte Zeitung, 07.09.2010
 

Schlüsselerlebnisse im Leben, die wirklich zählen

Beim Rückblick aufs eigene Leben assoziieren Menschen ihre schönsten und schlimmsten Erlebnisse nur selten mit Erfolg oder Misserfolg.

Schlüsselerlebnisse im Leben, die wirklich zählen

Eine neue Liebe: Momente im Leben, die man nicht vergisst.

© mars / Fotolia.com

BUFFALO (fuh). Wissenschaftler der University of Buffalo haben eine Studie mit bemerkenswerten Ergebnissen vorgelegt. Danach verbinden Menschen ihre schlimmsten oder schönsten Erfahrungen im Leben rückblickend in aller Regel mit einem sozialen Ereignis. Das sind zum Beispiel Momente, in denen Beziehungen beginnen oder enden, in denen Menschen sich verlieben, einen neuen Freund finden oder in denen ein geliebter Mensch stirbt.

Weitaus weniger relevant in der eigenen Erinnerung sind der Untersuchung zufolge Situationen, in denen etwa wichtige berufliche oder andere individuelle Ziele erreicht oder verfehlt wurden. "Unsere Studie macht deutlich, das uns soziale Ereignisse das größte Glück bescheren, aber auch das meiste emotionale Leid zufügen können". sagt Shira Gabriel, Psychologin an der Universität Buffalo, die an der Untersuchung mitgearbeitet hat.

In vier verschiedenen Studien hatten die Wissenschaftler insgesamt 376 Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen interviewt. Sie waren nach den positivsten und negativsten Ereignissen ihres Lebens gefragt worden.

Bei den allermeisten Befragten standen rückblickend soziale Ereignisse in der eigenen Erinnerung ganz oben. Sie wurden als wesentlich wichtiger wahrgenommen als Dinge, die man nur allein erreicht oder auch erlebt hat.

Topics
Schlagworte
Panorama (31098)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »