Ärzte Zeitung online, 07.09.2010

Suche im Dschungel: Frau nach 17 Tagen gerettet

SãO PAULO (dpa). Drama im Dschungel: Im Süden Brasiliens haben Suchmannschaften eine Bergwanderin gerettet, die sich nach einem Vergewaltigungsversuch im Regenwald verirrt hatte. Die 38-jährige Denise Ciunek war vor 17 Tagen alleine zur Wanderung auf dem Weg "Caminho do Itupava" im Gebirge der "Serra do Mar" im Bundesstaat Paraná aufgebrochen. Auf der Tour wurde sie von einem Unbekannten angegriffen.

"Ich habe mich verirrt, weil ein Vergewaltiger mich überfiel", berichtete die erschöpfte Brasilianerin nach ihrer Rettung. "Mir gelang es zu fliehen, aber ich habe mich verirrt." Bis zum siebten Tag habe sie noch Essensrationen gehabt, die zehn folgenden Tage aber nur noch Wasser getrunken, hieß es in einem Bericht der Polizei.

Gefunden wurde Denise Ciunek am Sonntag in der Nähe eines Wasserfalls, wo sie sich bereits seit Tagen aufhielt. An der Suchaktion beteiligten sich zwischenzeitlich mehr als 200 Einsatzkräfte, darunter auch Freiwillige. Die Feuerwehrleute seien wie die "Engel des Himmels" gekommen, um sie zu retten, sagte die 38-Jährige, die zunächst in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Der "Caminho do Itupava" liegt im Bundesstaat Paraná etwa 60 Kilometer östlich der Regionalhauptstadt Curitiba. Die "Serra do Mar" ist ein parallel zum Atlantik laufender Gebirgszug, der sich durch mehrere Bundesstaaten Brasiliens, darunter auch Rio de Janeiro und Paraná, zieht. Die Behörden warnten davor, solche Wanderungen alleine zu unternehmen, auch wenn man Erfahrung habe.

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