Ärzte Zeitung online, 15.09.2010

Venezuela: Zahl der Opfer nach Flugzeugunglück gestiegen

CARACAS (dpa). Trauer und Freude in Venezuela: Während sich die Zahl der Todesopfer nach einem Flugzeugabsturz am Dienstag auf 17 erhöhte und zugleich zwei weitere Tote bei einem Unfall mit einem Helikopter zu beklagen waren, wurde ein seit Tagen in der Karibik vermisstes Boot mit zehn Menschen an Bord gefunden.

Das Boot "Mi Negocio" (Mein Geschäft) war das letzte von drei kleinen Schiffen, die am vergangenen Samstag auf dem Weg vom Archipel Los Testigos zur etwa 80 Kilometer entfernten Isla Margarita abgedriftet waren. Die beiden anderen auch "Peñeros" genannten Boote mit etwa 20 venezolanischen Passagieren an Bord waren bereits am Montag entdeckt worden.

Das letzte Boot wurde nun von Frachtschiff im Seegebiet nördlich von Margarita gesichtet. Die Passagiere konnten geborgen werden und sind wohlauf. Margarita gehört zum venezolanischen Bundesstaat Nueva Esparta und zählt zu den Kleinen Antillen.

Noch bevor das Boot gefunden wurde, hatte Innenminister Tareck El Aissami im staatlichen Fernsehsender VTV mitgeteilt, dass ein an der Suchaktion beteiligter Militärhubschrauber im Hafen der Stadt Porlamar auf Margarita mit einem Kriegsschiff kollidiert sei. Der Co-Pilot und ein Mechaniker kamen ums Leben. Fünf Personen erlitten Verletzungen bei dem Unglück.

Unterdessen gab Aissamis Kabinettskollege, der Minister für Transport und Information, Francisco Garcés, am Dienstag bekannt, dass nach dem Absturz eines Regionalflugzeuges am Montag die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen sei. 34 Menschen seien verletzt worden. Die Turboprop-Maschine war auf dem Flug von Margarita etwa zehn Kilometer vor dem Zielflughafen Puerto Ordaz im Bundesstaat Bolívar auf das Gelände eines Stahlwerkes gestürzt.

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