Ärzte Zeitung online, 21.09.2010

Eingeschlossene Kumpel in Chile voller Zuversicht

SANTIAGO DE CHILE (dpa). Seit sieben Wochen sind sie eingeschlossen unter Tage, aber die verschütteten Bergleute in Chile sehen immer mehr ihrer Rettung entgegen.

"Die Männer sind bester Laune. Jeder abgelaufene Tag ist ein Tag weniger, den sie da unten aushalten müssen, und so empfinden sie das auch", sagte der Psychologe Claudio Ibáñez aus dem Betreuungsteam. Am Dienstag waren drei Bohrer im Einsatz, die je einen Rettungsschacht in die Tiefe vorantrieben.

Eine Rettung der 33 Männer Ende Oktober oder Anfang November erscheint den Einsatzkräften möglich. Zunächst wurde spekuliert, die Rettung könnte bis Weihnachten, oder womöglich bis Neujahr dauern.

Der mit Abstand größte Bohrer, der normalerweise für die Suche nach Erdöl- und Erdgasvorkommen eingesetzt wird, ist erst seit Sonntag im Einsatz und schaffte bereits mehr als 23 Meter. Auch die anderen beiden Bohrer, die schon länger im Einsatz sind, kamen ohne Probleme voran.

Die 32 Chilenen und ein Bolivianer sind in einer Kupfer- und Goldmine in 688 Metern Tiefe eingeschlossen. Am 5. August stürzte dort ein Stollen ein. Sie werden durch enge Röhren mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Nachrichten ihrer Angehörigen versorgt.

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