Ärzte Zeitung online, 22.09.2010

Mehr als 10 000 Tote bei Katastrophen im Jahr 2009

BERLIN (dpa). Genau 10 551 Menschen sollen im vergangenen Jahr bei Erdbeben, Hungersnöten, Überflutungen und anderen Katastrophen weltweit ums Leben gekommen sein.

Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes hervor, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Seit dem Jahr 2000 seien jährlich 142 Millionen Menschen von Katastrophen betroffen gewesen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) forderte mehr Katastrophenvorsorge für Städte. Erstmals lebten weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land, eine Milliarde von ihnen in Elendsvierteln. Diese seien überproportional von Naturkatastrophen bedroht, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters. Bislang konzentriere sich Entwicklungs- und Katastrophenhilfe aber traditionell auf das Land, sagte Seiters.

Von den 37 afrikanischen Städten mit mehr als einer Million Einwohnern liege mehr als die Hälfte an flachen Küsten. Steige der Meeresspiegel im ägyptischen Alexandria um einen halben Meter, seien dort zwei Millionen Einwohner in Gefahr.

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