Ärzte Zeitung online, 23.09.2010

Deutlich mehr Verkehrstote im Juli

WIESBADEN (dpa). Auf deutschen Straßen sind im Sommermonat Juli 2010 deutlich mehr Menschen gestorben als im Vorjahresmonat. 428 Autoinsassen, Motorradfahrer, Radfahrer und Fußgänger kamen ums Leben.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteiltewaren das 68 Menschen (19 Prozent) mehr als im Juli 2009. Damit stieg die Zahl der Verkehrstoten erstmals seit sieben Monaten wieder. Bei dem größtenteils sehr schönen Sommerwetter seien vor allem an den Wochenenden mehr Ausflügler und Motorradfahrer unterwegs gewesen, erläuterte Statistikerin Ingeborg Vorndran die vorläufigen Zahlen.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen aber - trotz des starken Anstiegs im Juli - weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben. 2094 Menschen wurden ersten Erhebungen zufolge in diesem Zeitraum getötet, zehn Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten sank um 7,7 Prozent auf rund 207 000 - auch das trotz einer leichten Zunahme um 1,4 Prozent im Juli.

Eine Zunahme verzeichnete die Polizei dagegen bei den Unfällen. 1,34 Millionen Unfälle wurden in den ersten sieben Monaten auf deutschen Straßen aufgenommen, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Unfälle mit Verletzten jedoch um 7,9 Prozent auf 161 300 zurück.

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