Ärzte Zeitung online, 23.09.2010

Kokain im Wasser eines spanischen Naturparks

MADRID (dpa). In den Gewässern eines spanischen Naturparks haben Forscher Spuren von Kokain und anderen Drogen entdeckt. Wissenschaftler der Universität Valencia wiesen im Wasser der Kanäle und Bewässerungsgräben des L'Albufera-Parks im Osten Spaniens insgesamt acht illegale Drogen nach.

Wie die Fachzeitschrift "Analytical and Bioanalytical Chemistry" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtete, waren Kokain und das synthetische Rauschgift Ecstasy in den Gewässern besonders weit verbreitet. Die Wissenschaftler warnten davor, dass diese Rückstände Gefahren für die Tierwelt und die menschliche Gesundheit haben könnten. Die Drogen waren mit dem Urin von Rauschgift-Konsumenten in die Abwässer und von dort in die Kanäle des Naturparks gelangt.

Die Konzentration in den Park-Gewässern betrug zwischen 0,06 und 78,78 Nanogramm pro Liter. Die Wissenschaftler erklärten, dass die genauen Auswirkungen der Drogen-Rückstände auf die Umwelt und Gesundheit noch nicht erforscht seien.

Der bei Valencia gelegene L'Albufera-Park ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete in Südeuropa. Er dient Zugvögeln als wichtiger Zwischenstopp. Zu dem 210 Quadratkilometer großen Gelände gehört auch der größte See der Iberischen Halbinsel. Der Park ist von Siedlungen, Industriegebieten und Plantagen umgeben.

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