Ärzte Zeitung online, 04.10.2010

Gehirn eines toten Mitschülers bei Klassenfahrt entdeckt

NEW YORK (dpa). Ein Ausflug in die städtische Leichenhalle ist für eine Schulklasse in New York zum Horrortrip geworden. Die Schüler entdeckten dort das Gehirn eines verunglückten Mitschülers, das in einem Glas mit Konservierungsmittel schwamm.

Unter dem Namen des 17-Jährigen stand die Warnung: "So etwa passiert, wenn man unter Alkoholeinfluss am Steuer sitzt." Jetzt beschäftigt sich die Justiz mit einer Klage der Eltern gegen die Stadt.

Die "New York Daily News" berichtete am Wochenende, die Gerichtsmedizin habe es versäumt, eine Genehmigung der Eltern für die Entnahme des Hirns einzuholen. Außerdem hatte der 17-Jährige als Beifahrer in dem Unglücksauto gesessen. Aber auch beim Fahrer war dem Anwalt der Eltern zufolge kein Alkohol festgestellt worden. Auf Drängen ihres Pfarrers hatte das Elternpaar die Leiche ihres Sohnes exhumieren und dann zusammen mit dem Hirn noch einmal bestatten lassen.

Der Vorfall ereignete sich bereits 2005, beschäftigt die Justiz aber weiterhin, hieß es. Zu den Schülern, die damals die überraschende Entdeckung gemacht hatten, gehörte auch die Freundin des Opfers. Einige Jugendliche waren dem Bericht zufolge so erschüttert, dass sie ihre Eltern anriefen und sich abholen ließen, ohne das Ende des Ausflugs abzuwarten.

Bericht der New York Daily News (englisch)

Topics
Schlagworte
Panorama (30881)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4398)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »