Ärzte Zeitung online, 05.10.2010

Rabbiner erklärt Sex mit dem Feind für koscher

TEL AVIV (dpa). Ein israelischer Rabbiner hat allen Agentinnen des Auslandsgeheimdienstes Mossad seinen Segen für Sex mit dem Feind gegeben. Nach jüdischer Religionsauslegung könnte das als eine der wichtigsten guten Taten gelten, zitierte die Tageszeitung "Jediot Achronot" am Montag den Rabbiner Ari Schvat.

Allerdings nennt das Gutachten Bedingungen für den körpernahen Feindkontakt: Die weiblichen Lockvögel müssen demnach gefährlichen Terroristen beim Beischlaf wichtige Informationen entlocken, die zu deren Festnahme führen oder die Sicherheit Israels stärken.

Der Rechtsspruch hat aber auch einen Haken: "Es ist klar, dass eine ledige Agentin für eine Mission Honigfalle vorzuziehen ist", heißt es. Die Ehemänner von verheirateten Agentinnen im Sex-Einsatz müssten sich scheiden lassen, weil sie nach jüdischem Religionsgesetz betrogen worden seien. Allerdings könnte der Mann seine zwischenzeitliche Ex-Frau wieder heiraten.

Der Sermon des Rabbis beruft sich auf mehrere Bibelstellen und dabei unter anderem auch auf Königin Ester, die ihre Reize der Überlieferung nach im 5. Jahrhundert v. Chr. beim persischen König Ahasveros (Xerxes I.) einsetzte, um den geplanten tausendfachen Mord an Juden zu verhindern. Die Studie ist unter der Überschrift: "Verbotener Sex zum Wohle der nationalen Sicherheit" veröffentlicht worden.

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