Ärzte Zeitung online, 05.10.2010

Studie: Das Glück liegt nicht in den Genen

BERLIN (dpa). Glücklichsein ist keine Frage der Veranlagung. Das hat eine Forschergruppe um den Berliner Psychologen Professor Gert Wagner bei Befragungen erwachsener Deutscher herausgefunden.

Für dauerhafte Zufriedenheit seien äußere Faktoren wie ein gesunder Lebensstil oder der richtige Partner wichtiger als die genetische Veranlagung eines Menschen. Frauen sind demnach mit einem Partner, dem die Familie nicht besonders wichtig ist, sogar unglücklicher als ganz ohne Mann (PNAS online).

Das Team um Wagner vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wertete mehr als 60 000 Fragebögen aus, die Bundesbürger zwischen 1984 und 2008 beantwortet hatten. Die Auswertung ergab, dass das soziale Umfeld eines Menschen häufig einen größeren Einfluss auf das Lebensglück hat als sein Charakter. Für dauerhafte Zufriedenheit sind Familie, Religion und regelmäßiger Sport wichtige Faktoren.

Abstract der Studie "Long-running German panel survey shows that personal and economic choices, not just genes, matter for happiness"

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