Ärzte Zeitung online, 09.10.2010

Ungarn: Sechstes Todesopfer nach Giftschlamm-Unglück

BUDAPEST (dpa). Das Giftschlamm-Unglück in Ungarn hat mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen. Einsatzkräfte bargen am Freitag in dem Katastrophengebiet in der Kleinstadt Devecser einen weiteren toten Mann, teilte der Katastrophenschutz mit.

Eine Analyse des Umweltbundesamtes in Österreich ergab, dass der Schadstoffgehalt des Schlamms weit größer ist als angenommen. Nach Greenpeace-Angaben sind vor allem die Arsen- und Quecksilber-Werte gefährlich hoch. Die Umweltstiftung WWF warnte vor weiteren Unfällen dieser Art in Osteuropa. 

Neben den sechs Toten wurden 150 Menschen verletzt, als sich am Montag laugenhaltiger Industrieschlamm aus einem geborstenen Abfallbecken über Kolontar und vier weitere Orte im Westen Ungarns ergoss. Insgesamt sind rund 40 Quadratkilometer Land betroffen. Zudem floss die Brühe über Wasserläufe in die Donau.

Lesen Sie dazu auch:
Nach dem Unglück in Ungarn ist die Lauge das Problem

Topics
Schlagworte
Panorama (30933)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »