Ärzte Zeitung, 12.10.2010

THW bereitet Trinkwasser für Süden Pakistans auf

THW bereitet Trinkwasser für Süden Pakistans auf

Trinkwasser ist in Pakistan kostbar.

© dpa

BERLIN (eb). Rund zwei Monate nach dem verheerenden Monsunregen in Pakistan hat das Technische Hilfswerk (THW) gemeinsam mit der schwedischen Zivilschutzbehörde MSB mit der Trinkwasseraufbereitung für den Süden des Landes begonnen. Die Situation nach der Flutkatastrophe bleibt angespannt: Während sich die Lage im Norden des Landes langsam stabilisiert, steht der Süden noch immer unter Wasser.

"Pakistan braucht auch unsere Hilfe - wir dürfen die Not dieses Landes nicht vergessen", sagte THW-Präsident Albrecht Broemme in Berlin. Inzwischen hat eine THW-Trinkwasser-Aufbereitungsanlage (TWA) in Sehan in der Region Sindh ihren Betrieb aufgenommen. Dort leben laut einer Untersuchung des Welternährungsprogramms der UN mit 4,5 Millionen Menschen mehr als die Hälfte der über acht Millionen Binnen-Flüchtlinge Pakistans.

THW und MSB verlagern damit den Schwerpunkt ihrer Arbeit von der nördlich gelegenen Region Punjab in die Provinz Sindh im Süden. THW und MSB arbeiten vor Ort mit lokalen Helfern zusammen. Insgesamt sind 14 europäische TWA im Rahmen dieser Kooperation in Pakistan im Einsatz. Bei Übungen und Einsätzen, unter anderem nach dem Orkan Nargis in Myanmar 2008, hat das THW bereits mit dem schwedischen MSB zusammengearbeitet.

Topics
Schlagworte
Panorama (32487)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »