Ärzte Zeitung online, 13.10.2010

Tschernobyl: Pilze aus Osteuropa immer noch radioaktiv belastet

GÜSTROW (dpa). Pilze aus Osteuropa sind auch 24 Jahre nach der Explosion des Atomkraftwerks in Tschernobyl noch immer geringfügig radioaktiv belastet.

Spätfolgen von Tschernobyl: Pilze aus Osteuropa weiter radioaktiv belastet

Blick auf den Reaktor im AKW Tschernobyl im Oktober 1986: Am 26. April des Jahres kam es dort zur Katastrophe - mit Auswirkungen bis heute.

© ITAR-TASS / imago

Eine Gefahr für die Liebhaber von Pilzgerichten schloss das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) in Güstrow am Mittwoch aber aus. Um den Grenzwert aus der Strahlenschutzverordnung zu erreichen, müssten mehrere 100 Kilogramm Pilze gegessen werden, hieß es.

Das Umweltamt habe während der routinemäßigen Überwachung der Radioaktivität zahlreiche Pilzproben analysiert, darunter Importe aus Polen, Litauen und Weißrussland. Ein Großteil der untersuchten Pilze waren Pfifferlinge, außerdem Maronen, Steinpilze, Birkenpilze und andere Arten.

Gemessen wurden durchschnittlich rund 70 Becquerel je Kilogramm, maximal 230 Becquerel. Als Höchstwert der EU für den Import in Mitgliedsländer seien 600 Becquerel je Kilo zugelassen.

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