Ärzte Zeitung online, 20.10.2010

Bayern-München-Arzt kritisiert "persönliche Angriffe"

MÜNCHEN (dpa). Im Streit um die Verletzungen der Bayern-Stars Arjen Robben und Mark van Bommel hat sich Münchens Club-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zu Wort gemeldet. Der Arzt kritisierte "persönliche Angriffe" vonseiten des holländischen Fußball-Verbandes KNVB.

Jüngste Äußerungen empfinde der Bayern-Arzt als "peinlich und äußerst niveaulos". In dem schwelenden Konflikt geht es um finanzielle Entschädigungen für den Club, nachdem sich die Münchner Profis im Nationaltrikot verletzt hatten.

Müller-Wohlfahrt sagte laut einer Mitteilung des FC Bayern: "Ich bedauere sehr, dass die Diskussion nicht auf medizinisch-fachlicher Ebene geführt wird, sondern auf eine armselige, persönliche Ebene abgeglitten ist." Dies zeige offensichtlich eine Ohnmacht gegenüber seinen fachlichen Argumenten.

Bayern-Kapitän van Bommel war vom Länderspiel der Niederländer mit einer Knieverletzung zurückgekehrt und fällt nun aus. Bei der Forderung nach einer Millionen-Entschädigung für den durch eine WM-Verletzung seit Saisonbeginn pausierenden Robben haben die Bayern dem KNVB mit juristischen Schritten gedroht, falls bis Monatsende keine Lösung ohne Gerichte erzielt werden sollte.

Eine Möglichkeit, den Konflikt auszuräumen, bietet sich am Donnerstag und Freitag beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes. KNVB-Präsident Michael van Praag trifft in Essen auf Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Beide Funktionäre sind als Gäste eingeladen.

Lesen Sie dazu auch:
Verletzte Profikicker - warum, wie oft, wie lange?

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