Ärzte Zeitung online, 21.10.2010

UN: Frauenquote weltweit im Keller

NEW YORK (dpa). Frauen sind nach Angaben der Vereinten Nationen in Führungspositionen weltweit unterrepräsentiert. Vor allem in Regierungsämtern ist die Quote laut einem UN-Bericht sehr gering.

Im vergangenen Jahr habe es weltweit nur 14 Frauen unter allen Staats- und Regierungschefs gegeben, heißt es in dem am Mittwoch in New York veröffentlichten Bericht. Von den 500 größten Unternehmen seien nur 13 von Frauen geführt worden. Das bereite weiter Sorgen.

Zwar würden immer mehr Frauen auf der Welt arbeiten und somit eigenes Geld verdienen. Sie würden aber nur 70 bis 90 Prozent des Einkommens ihrer männlichen Kollegen bekommen. Alleinerziehende Mütter seien öfter arm als alleinerziehende Väter.

Und, so die UN in ihrem Bericht, in den meisten Ländern Afrikas und jedem zweiten Asiens seien Frauen per Gesetz schlechter gestellt, wenn es um den Besitz von Land oder anderen Eigentum gehe.

Gleichwohl könnte die Bilanz der Vereinten Nationen lauten: Es steht noch immer schlecht, wird aber besser. So würden zwar in West- und Zentralafrika nicht einmal 60 Prozent der Mädchen die Schule besuchen. Zwischen 1999 und 2007 habe sich die weltweite Quote der zur Schule gehenden Mädchen aber von 79 auf 86 Prozent erhöht.

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