Ärzte Zeitung online, 21.10.2010

Amokprozess von Winnenden wegen Morddrohung gefährdet

STUTTGART (dpa). Der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden ist möglicherweise wegen Morddrohungen gegen den Angeklagten gefährdet.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat ein Hinterbliebener eines Opfers von einem möglichen Anschlag auf den 51 Jahre alten Unternehmer gesprochen. Im Raum stehe Blutrache, berichtete am Donnerstag auch die "Bild". Es gebe deutliche Anzeichen, dass sich etwas entwickeln könnte und die Gefährdung für den Angeklagten ansteige, heißt es in Sicherheitskreisen.

Die für den Personenschutz zuständige Polizei im baden-württembergischen Waiblingen wollte am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben. Ein Sprecher sagte, die polizeilichen Maßnahmen zum Schutz des Angeklagten seien "modifiziert" worden.

Der Prozess gegen den Vater von Tim K. ist seit Dienstag unterbrochen, weil der Angeklagte krankgeschrieben ist. Der Sportschütze muss sich seit Mitte September vor dem Landgericht Stuttgart verantworten, weil er eine seiner Pistolen unverschlossen aufbewahrt hatte. Sein Sohn erschoss damit am 11. März vergangenen Jahres 15 Menschen und sich selbst.

Topics
Schlagworte
Panorama (30932)
Recht (12171)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »